Vaterschaftstest: Akkreditierungsstelle beschließt neue Regeln

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Die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) hat neue Gremienbeschlüsse veröffentlicht, die auch Vaterschaftstests betreffen. In einem am 13.01.2014 veröffentlichten Dokument werden insbesondere zur Entnahme der Proben beim Vaterschaftstest, zum Qualifikationsnachweis der verantwortlichen Person sowie zur Einbeziehung der Kindesmutter neue Anforderungen an akkreditierte Prüflabore formuliert.

Folgende Regeln sind dabei neu:

  • Die Kindesmutter soll in jedem Fall mit einbezogen werden. Muss auf die Einbeziehung der Kindesmutter verzichtet werden – z.B. weil sie verstorben oder unbekannten Aufenthaltes ist -, so ist der Grund im Gutachten zu dokumentieren und ein Hinweis einzufügen, dass die genetische Abstammung des Kindes von der Mutter nicht gesichert werden konnte. (*)
  • Den beteiligten Personen darf das Entnahmematerial und die Unterlagen  nach der Entnahme nicht mehr ausgehändigt werden. Der Versand der Proben soll direkt vom entnehmenden Arzt an den verantwortlichen Untersucher erfolgen.
  • Der Qualifikationsnachweis bezieht sich jetzt auf die ausführlichen Anforderungen der Richtlinie 2012. Der Fachtitel „Fachabstammungsgutachter/in DGAB“ wird als geeigneter Nachweis der Qualifikation anerkannt.

Insbesondere die Regeln zum Versand des Probenmaterials beim Vaterschaftstest und zur Einbeziehung der Kindesmutter bestätigen unsere aktuellen Angebote. Der Versand von Blanko-Testkits wird demnach bei Überwachungen ab Juli 2014 in akkreditierten Einrichtungen nicht mehr toleriert und die Kindesmutter ist grundsätzlich mit einzubeziehen. Da die Formulierungen klar und eindeutig sind, sollte man sich unserer Ansicht nach auch jetzt schon daran halten – zumal die Bestimmungen der Richtlinie, auf der diese Beschlüsse basieren, bereits seit 2012 gelten.

Die DAkkS prüft Abstammunglabore in Deutschland ab Juli 2014 nach den neuen Vorgaben. Den vollständigen Wortlaut der Gremienbeschlüsse finden Sie bei Interesse auf der Internetseite der DAkkS. Hier der externe Link zum Dokument „Gremienbeschlüsse für den Bereich Forensische Medizin, Toxikologie, Biologie, 71 SD 3 014″als PDF (externer Link – klick).

Aktualisiert: Am 14.05.2014 hat die DAkkS mehrere Punkte des Beschlusses wieder außer Kraft gesetzt. Die neuen Regelungen der Richtlinie 2012 zur Einbeziehung der Kindesmutter und zur Probenentnahme beim Vaterschaftstest werden damit aller Voraussicht nach nicht von der DAkkS im Rahmen der Akkreditierung und Überwachung geprüft. Die Anforderungen an den Qualifikationsnachweis bleiben bestehen. (externer Link: Gremienbeschluss der DAkkS vom 14.05.2014)

Bei uns sind Sie immer auf der sicheren Seite. Sie halten mit unserem Vaterschaftstest grundsätzlich die aktuellen Richtlinien und die gesetzlichen Vorgaben ein. Haben Sie noch Fragen? Wir beraten Sie gerne zu allen Themen rund um den Vaterschaftstest.