Neue Richtlinie der GEKO verbietet Selbstentnahme der Proben beim Vaterschaftstest

render of DNAAm 26.07.2012 ist die neue Richtlinie der Gendiagnostikkommission (GEKO) für Abstammungsuntersuchungen beim Menschen in Kraft getreten. Auch der klassische Vaterschaftstest ist von den neuen Regelungen betroffen. Die Kommission wurde aufgrund der Bestimmungen des Gendiagnostikgesetzes (GenDG) ins Leben gerufen. Neben erhöhten Qualitätsanforderungen für die Laboruntersuchungen und die Qualitätssicherung beim Vaterschaftstest ist vor allem der Bereich der Probenentnahme neu geregelt worden.

Die Richtlinie legt in Abschnitt 5.1 eindeutig fest: „…Es ist nicht zulässig, dass die Probenentnahme und Identitätsfeststellung durch die zu untersuchende Person selbst oder eine ihr nahestehende oder nicht sachkundige Person durchgeführt wird.“ Die Dokumentation der Probenentnahme durch eine ’neutrale und sachkundige Person‘ ist insbesondere für eine wirksame Verhinderung heimlicher Vaterschaftstests sowie zur Vermeidung von Fehlern oder Verwechslungen bei der Entnahme sinnvoll. Wir empfehlen Ihnen, für die Probenentnahme gemeinsam zu Ihrem Haus- oder Kinderarzt zu gehen. Auch Probenentnahmen bei Amtspersonen (z.B. beim Jugendamt) oder durch Botschafts- oder Konsulatsmitarbeiter sind beim Vaterschaftstest unter bestimmten Umständen zulässig.

Die Unterlagen für eine vollständige Dokumentation erhält die Entnahmestelle direkt von uns zusammen mit den Abstrichtupfern zugeschickt. Auch in unserem Institut sind die Probenentnahmen für Ihren Vaterschaftstest gemäß dieser Richtlinie möglich. Bitte sprechen Sie uns an – wir beraten Sie gerne.